Baum

Bäume symbolisieren das Leben selbst und unsere Biografie: Von den Wurzeln über den Stamm bis zu den Verästelungen und der Krone samt den Früchten. Wurzeln geben uns Halt, der Stamm zeigt unseren Stand, unsere Vorgeschichte und unser Wachstum. Die vielen Äste verkörpern unsere Entscheidungen und Handlungen in verschiedenen Rollen – oder stehen für Vernetzung. Die Krone steht dafür, wie wir uns selbst zeigen (wollen). Jeder Mensch bringt Früchte, also (berufliche) Erfolge, hervor in den unterschiedlichsten Formen. Zudem verweist der Baum auf unsere Ressourcen. Und er zeigt sich zyklisch beim Erwachen, Erblühen, Verfall und Rückzug, was uns im Berufsleben auch häufig begegnet.

Welche Bedeutung hat der Baum auf Ihrem beruflichen Weg, für Ihre derzeitige (berufliche) Situation? Was verbinden Sie selbst momentan mit dem Baum? Was sehen Sie im Baum?

Vorgeschichte und persönlicher Hintergrund

Aus welchem sozialen Umfeld wir kommen, wie wir in unserer Kindheit geprägt wurden und wie wir aufgewachsen sind, beeinflusst uns ein Leben lang. Die berufliche Orientierung und Ziele, die Art und Weise wie wir arbeiten und die Möglichkeiten, uns beruflich zu entfalten sind nur ein paar Beispiele, worauf unsere Vorgeschichte Einfluss nimmt. Soziale Umstände wie Migration, Einkommen, sozialer Status, Gesundheit usw. wirken auch mit hinein.

Reflexionsfragen…

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eigene Rollen und Rollenbilder

Jeder Mensch nimmt je nach Umfeld und Situation unterschiedliche Rollen ein. Gerade Frauen haben viele Rollen inne: Tochter, Schwester, Partnerin, (Groß-)Mutter, Kollegin, Freundin, Vereinskollegin, Künstlerin, Leidensgenossin und noch viele mehr. Hinzu kommt, dass gesellschaftliche Rollenbilder Erwartungen auf einzelne Menschen aufbauen. Wenn wir diese Zuschreibungen nicht erfüllen, kann das teilweise zu Konflikten führen. „Rabenmutter“, „Karrierefrau“ oder das „Heimchen am Herd“ sind nur ein paar Begriffe für unerwünschte Rollenbilder. Es ist schwierig, allen Rollen gleichermaßen gerecht zu werden und dazu gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen. Es kann aber helfen, sich seine Rollen und den damit verbundenen Aufgaben im ersten Schritt bewusst zu machen. Für die einzelnen Menschen bedeutet das Aufbrechen von Rollenbildern mehr Freiheit und Handlungsspielraum, gerade für Frauen.

  • Welche Rollen übe ich in welchen Situationen aus? Welche Rollen besetze ich in der Familie, im Freundeskreis, bei der Arbeit, im Ehrenamt? Welche Erwartungen sind damit verbunden?
  • Gebe ich selbst die Erwartungen an die einzelnen Rollen vor? Wenn nicht, woher kommen die Erwartungen?
  • Welche Rollen erfülle ich aus meiner Sicht sehr gut und in welchen Rollen fühle ich mich nicht ganz wohl? Was lösen die verschiedenen Rollen und ihre entsprechenden Erwartungen bei mir aus?
  • Muss ich ungeliebte Rollen ausüben? Entscheide ich alleine über meine verschiedenen Rollen? Möchte ich mich von Erwartungen lösen, die mit manchen Rollen verbunden sind?

Früchte unseres Lebens

Früchte können für unsere beruflichen Erfolge stehen, wie der erfolgreiche Ausbildungs- oder Studienabschluss, gut gemeisterte Projekte oder die Beförderung, auf die Sie lange hingearbeitet hatten. Selbstständige bringen ebenso Früchte hervor in Form neuer Produkte oder Dienstleistungen, die von Kundschaft gepflückt werden sollen. Und dann sind da noch die Früchte, die im Berufsleben meist unsichtbar bleiben: gut entwickelte Kinder zuhause, liebevoll gepflegte Angehörige, ein engagiert betriebenes Ehrenamt und freiwilliges soziales Engagement.

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